DIE TUNING NIGHT ZEIGT, WAS LEGAL MÖGLICH IST

Experten geben Tipps zu Umbaumöglichkeiten / Vorsicht bei billigen Artikeln aus dem Internet / Bei fehlenden Eintragungen kann es für Tuning-Fans teuer werden.

Jede Menge Fahrzeuge mit Aufsehen erregender Optik oder viel Dampf unter der Haube sowie 1.120 Tuning-Enthusiasten zog es am 6. Juli wieder auf das Gelände an der Max-Glomsda-Straße im Kölner Stadtteil Poll. Dort veranstaltete der TÜV Rheinland die elfte Ausgabe der beliebten Tuning Night – das markenoffene Kult-Event mit knapp 500 spektakulären automobilen Unikaten.

Neben dem Show & Shine-Wettbewerb und Gewinnspielen war in diesem Jahr erstmals ein Leistungsprüfstand, auf dem die Umbauten vorangemeldeter Teilnehmer ihre wahre PS-Stärke unter Beweis stellen konnten, im Programm. Mit von der Partie war auch TV-Tuningexpertin, Rennfahrerin und Kfz-Mechatronikerin Lina van de Mars. Zudem gaben die TÜV Rheinland-Spezialisten viele Tipps zu legalen Veredelungsmöglichkeiten.

Hobbytuner sollten sich stets bei Kfz-Sachverständigen informieren

Wenn Tuner ihren Fahrzeugen einen individuellen Look verpassen, sollten sie darauf achten, dass die Vorschriftsmäßigkeit und Verkehrssicherheit nicht auf der Strecke bleibt. Ein Großteil der Änderungen, wie etwa die beliebten Widebody-Kits, müssen geprüft und in den Fahrzeugpapieren eingetragen werden. „Um stets auf der sicheren Seite zu sein, sollten sich Tuningfans schon in der Planungs- sowie Umbauphase bei Kfz-Sachverständigen auf den technischen Prüfstellen informieren“, sagt Thorsten Rechtien, Kfz-Experte beim TÜV Rheinland.

Mit professioneller Begleitung, gerade bei umfangreicheren Projekten, sparen Tuner Geld und Nerven. Fallstricke gibt es viele. Denn mit der Nachfrage wächst auch der Markt für billige, illegale Nachbauteile, insbesondere im Internet. So ist bei vermeintlichen Schnäppchen generell Vorsicht geboten, selbst wenn diese mit Prüfgutachten angeboten werden. Auch die könnten gefälscht sein. „Von sicherheitsrelevanten gebrauchten Teilen sollte man ebenfalls die Finger lassen. Haarrisse oder Ähnliches sind erst zu erkennen, wenn es zu spät ist“, rät Rechtien.

Bußgelder, Punkte und Regressforderungen

Grundsätzlich gilt: Alles, was Geräusch- und Abgaseigenschaften beeinflusst sowie die Sicherheit gefährden könnte, muss eingetragen werden. Fehlen Eintragungen, kann es teuer werden. Neben Bußgeldern und Punkten in Flensburg können auch die Versicherer im Schadensfall Regress fordern. www.tuv.com/tuning