BREIT UND FLACH – ABER VOR ALLEM SICHER!

Die DEKRA Sachverständigen informieren

Möglichst breit und möglichst flach – so stellen sich viele Tuning-Fans ihre idealen Reifen vor.

Schließlich sollen die Schlappen ja ordentlich was hermachen. Und sicherer als schmale sind die breiten Reifen ja sowieso, glauben viele zu wissen. Doch ganz so einfach ist die Sache doch nicht.

Es stimmt zwar: Breitreifen können wegen ihrer größeren Aufstandsfläche mehr Kräfte übertragen. Das bedeutet höhere Seitenführungskräfte in der Kurve und kürzere Bremswege, also erst mal ein Plus an Sicherheit. Zur Wahrheit gehört aber auch: Breitere Reifen neigen stärker zu Aquaplaning und sind empfindlicher für Spurrillen.

Außerdem gilt: Je breiter und flacher, umso härter. Der Fahrkomfort bleibt dabei auf der Strecke. Der Reifen ist schließlich ein Luftpolster – und wenig Luft heißt eben auch wenig Polster. Zusammen mit einem hammerharten Fahrwerk sind da schnell mal die Zahnplomben in Gefahr… Umso wichtiger ist es gerade bei Breitreifen, regelmäßig den Fülldruck zu kontrollieren – nicht, dass das Luftpolster noch dünner wird.

Dass der Reifen zum Fahrzeug passen muss, klingt erst mal logisch und einfach. Entscheidend sind dabei zwei wichtige Kennzahlen: Zum einen der Geschwindigkeitsindex, der die Schnelllaufeigenschaften eines Reifens charakterisiert. Zum anderen der Tragfähigkeitsindex, der aussagt, wie schwer das Fahrzeug eigentlich sein darf, auf das die Reifen montiert werden sollen. Beide Kennzahlen müssen stimmen, wenn die Fahrt sicher – und legal – sein soll.

Felge ist nicht gleich Felge

Breitreifen sind teilweise für sehr hohe Geschwindigkeiten ausgelegt, haben aber oft eine geringere Profiltiefe und sind damit schneller abgefahren. Da die ersehnten breiten Schlappen meistens nicht auf die Serienfelgen passen, gibt es auch beim Rad an sich Handlungsbedarf. Wichtig dabei: Felge ist nicht gleich Felge – selbst wenn Durchmesser und Breite gleich sind. Stichwort: Einpresstiefe. Sie ist der Abstand von der Mitte des Rades bis zu seiner Anlagefläche. Auch sie muss zum Fahrzeug passen.

Zusatzeintragung notwendig

Die bequemste Lösung in Sachen sportliches Schuhwerk fürs Auto ist eine Sportfelge mit montiertem Breitreifen. Die Auswahl ist riesig. Nur der kompetente Fachmann im Zubehörhandel und letztendlich der Sachverständige, der entscheidet, was geht und was nicht, haben den kompletten Überblick. Sie geben Auskunft über erlaubte Kombinationen und interpretieren die Zusatzeintragungen im Fahrzeugschein richtig. Sportliche Rad-Reifen-Kombinationen stellen an den Monteur erhöhte Anforderungen. Die DEKRA empfiehlt deshalb die Montage im wdk-zertifizierten Reifenfachhandel. Bei der Reifenmontage ist auch das Auswuchten des Rades besonders wichtig.

Beratung und Infos für Hobby-Tuner gibt’s von den Sachverständigen in jeder DEKRA Niederlassung. www.dekra-tuning.de

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